Herbert Prohaska gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten des österreichischen Fußballs. Als Spieler feierte er große Erfolge mit Austria Wien, Inter Mailand und AS Roma. Später arbeitete er als Trainer des österreichischen Nationalteams und wurde einem breiten Publikum als ORF-Fußballexperte bekannt.
Der frühere Mittelfeldspieler trägt seit seiner Jugend den Spitznamen „Schneckerl“. Im August 2025 feierte Herbert Prohaska seinen 70. Geburtstag. Auch nach dem Ende seiner aktiven Fußballkarriere ist er regelmäßig im österreichischen Fernsehen zu sehen.
| Information | Angabe |
|---|---|
| Name | Herbert Prohaska |
| Geburtsdatum | 8. August 1955 |
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Alter | 71 Jahre (Stand September 2026) |
| Spitzname | Schneckerl |
| Position | Mittelfeld |
| Länderspiele für Österreich | 83 |
| Bekannte Vereine | Austria Wien, Inter Mailand, AS Roma |
| Beruf nach der Spielerkarriere | Trainer und TV-Experte |
| Ehefrau | Elisabeth Prohaska |
Wer ist Herbert Prohaska?
Herbert Prohaska wurde am 8. August 1955 in Wien geboren und wuchs in Simmering auf. Bevor der Fußball zu seinem Beruf wurde, absolvierte er eine Ausbildung zum Automechaniker.
Schon früh fiel sein großes fußballerisches Talent auf. Über kleinere Wiener Vereine kam Prohaska zu Austria Wien, wo 1972 seine Profikarriere begann. Seine Übersicht, Technik und Ruhe am Ball machten ihn zu einem der wichtigsten österreichischen Mittelfeldspieler seiner Generation.
Warum heißt Herbert Prohaska „Schneckerl“?
Seinen Spitznamen „Schneckerl“ erhielt Herbert Prohaska wegen seiner auffälligen lockigen Haare in jungen Jahren. Der Name begleitete ihn durch seine gesamte Karriere und ist bis heute eng mit ihm verbunden.
2004 wurde Prohaska zu Österreichs Fußballer des 20. Jahrhunderts gewählt. Damit wurde seine besondere Stellung in der österreichischen Fußballgeschichte noch einmal unterstrichen.
Herbert Prohaskas Karriere bei Austria Wien
Herbert Prohaska wechselte 1972 zu Austria Wien. Dort entwickelte er sich schnell zu einem Schlüsselspieler und gewann zahlreiche nationale Titel.
Insgesamt wurde er als Spieler mit der Austria siebenmal österreichischer Meister und viermal Cupsieger. Einen besonderen internationalen Erfolg erreichte die Mannschaft 1978, als sie das Finale im Europacup der Cupsieger erreichte. Dort verlor Austria Wien mit 0:4 gegen RSC Anderlecht.
Nach seinen Jahren in Italien kehrte Prohaska 1983 zur Austria zurück. Bis zu seinem Karriereende 1989 gewann er weitere Meisterschaften mit dem Verein.
Warum wurde Prohaska zur Austria-Legende?
Nur wenige Spieler sind so stark mit Austria Wien verbunden wie Herbert Prohaska. Er feierte dort sowohl als Spieler als auch später als Trainer große Erfolge.
Seine elegante Spielweise und seine lange Verbindung zum Verein machten ihn zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten in der Geschichte der Wiener Austria.
Herbert Prohaska bei Inter Mailand und AS Roma
1980 wagte Herbert Prohaska den Schritt nach Italien und wechselte zu Inter Mailand. Zu dieser Zeit waren ausländische Spieler in der Serie A stark begrenzt, weshalb ein Transfer zu einem italienischen Spitzenverein eine besondere Auszeichnung war.
Mit Inter gewann Prohaska 1982 den italienischen Pokal. Anschließend wechselte er zur AS Roma. Bereits in seiner ersten Saison in Rom folgte einer der größten Erfolge seiner Vereinskarriere.
Herbert Prohaska als italienischer Meister
Mit der AS Roma wurde Prohaska 1983 italienischer Meister. Für den Verein war es erst der zweite Meistertitel seiner Geschichte.
Obwohl er gerne länger in Rom geblieben wäre, verließ er den Klub nach dieser Saison und kehrte nach Österreich zurück. Seine Zeit in der Serie A gehört dennoch zu den bedeutendsten Abschnitten seiner Karriere.
Herbert Prohaska im österreichischen Nationalteam
Herbert Prohaska bestritt 83 Länderspiele für Österreich. Sein Debüt gab er 1974 im Alter von 19 Jahren gegen die Türkei.
Unvergessen bleibt vor allem der sogenannte „Spitz von Izmir“. Am 30. Oktober 1977 erzielte Prohaska gegen die Türkei das entscheidende Tor zum 1:0. Österreich qualifizierte sich dadurch für die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien.
Bei dieser WM gehörte er auch zur Mannschaft, die Deutschland im berühmten Spiel von Córdoba mit 3:2 besiegte. Vier Jahre später nahm Prohaska mit Österreich erneut an einer Weltmeisterschaft teil, diesmal 1982 in Spanien. Weitere Details zu seiner Karriere nennt der offizielle ORF in seinem Porträt.
Herbert Prohaska als Trainer
Nach seinem Karriereende wechselte Prohaska auf die Trainerbank. Bei Austria Wien gewann er als Trainer zwei Meisterschaften und zwei Cups.
1993 wurde er österreichischer Teamchef. Unter seiner Leitung qualifizierte sich Österreich als Gruppensieger für die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.
Damit führte Prohaska das Nationalteam nach langer Pause wieder zu einer WM-Endrunde. Seine Zeit als Teamchef endete 1999 nach einer 0:9-Niederlage gegen Spanien. Danach arbeitete er noch einmal als Trainer von Austria Wien.
Herbert Prohaska im ORF und sein Leben heute
Seit rund einem Vierteljahrhundert ist Herbert Prohaska als Fußballanalyst beim ORF tätig. Dort kommentiert und analysiert er vor allem Spiele des österreichischen Nationalteams, große internationale Turniere und andere wichtige Begegnungen.
Auch sein häufig verwendeter Abschiedsgruß „Gute Nacht“ entwickelte sich zu einem Markenzeichen. Seine Kombination aus Erfahrung, Fachwissen und lockerer Art machte ihn zu einem der bekanntesten Fußballanalysten Österreichs.
Auch nach seinem 70. Geburtstag blieb Prohaska dem Fußball eng verbunden. Einen erneuten Einstieg als Trainer strebt er nach eigenen öffentlichen Aussagen nicht an.
Herbert Prohaska privat: Frau, Kinder und Familie
Herbert Prohaska ist seit 1974 mit seiner Frau Elisabeth verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter. Inzwischen ist Prohaska außerdem vierfacher Großvater.
In Interviews spricht er regelmäßig darüber, welchen hohen Stellenwert seine Familie für ihn hat. Anlässlich seines 70. Geburtstags erklärte er, heute mehr Zeit für seine Familie verbringen zu wollen.
Weitere private Details werden bewusst nicht ausführlich öffentlich gemacht. Deshalb sollten nicht bestätigte Angaben über sein persönliches Leben oder seinen genauen Wohnort nicht als Fakten dargestellt werden. Ein ausführliches Porträt zu seinem 70. Geburtstag veröffentlichte auch ORF Wien.
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Häufige Fragen zu Herbert Prohaska
Wie alt ist Herbert Prohaska?
Herbert Prohaska wurde am 8. August 1955 geboren. Im September 2026 ist er 71 Jahre alt.
Warum heißt Herbert Prohaska „Schneckerl“?
Der Spitzname entstand wegen seiner auffälligen lockigen Haare in jungen Jahren. Er begleitet Herbert Prohaska bis heute.
Für welche Vereine spielte Herbert Prohaska?
Seine wichtigsten Vereine waren Austria Wien, Inter Mailand und AS Roma. Den größten Teil seiner Karriere verbrachte er bei Austria Wien.
War Herbert Prohaska österreichischer Teamchef?
Ja. Herbert Prohaska war von 1993 bis 1999 Trainer der österreichischen Nationalmannschaft und führte das Team zur Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.
Was macht Herbert Prohaska heute?
Herbert Prohaska ist weiterhin vor allem als Fußballexperte und TV-Analyst beim ORF bekannt. Seine aktive Karriere als Spieler und Trainer ist beendet.