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Christian Pilnacek Todesursache: Was ist bekannt?

Admin
Last updated: July 28, 2026 11:50 am
By Admin 19 Min Read
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Die wichtigsten Informationen lassen sich klar zusammenfassen: Die medizinisch festgestellte Todesursache von Christian Pilnacek war Ertrinken. Die spätere behördliche Bewertung kam zu dem Ergebnis, dass ein suizidales Ertrinken am wahrscheinlichsten sei. Für Fremdverschulden, einen Unfalltod oder eine andere konkurrierende Todesursache fanden die offiziellen Ermittler nach eigenen Angaben keine ausreichenden Hinweise.

Contents
Wer war Christian Pilnacek?Warum war Christian Pilnacek so einflussreich?Warum war seine Karriere umstritten?Christian Pilnacek Todesursache: Was wurde offiziell festgestellt?Was bedeutet Ertrinken als Todesursache?Was bedeutet suizidales Ertrinken?Unterschied zwischen Todesursache und TodesartWann und wo starb Christian Pilnacek?Zeitleiste der bekannten EreignisseWas ergaben Obduktion und Gutachten?Welche Untersuchungen wurden durchgeführt?Warum gab es ein weiteres Gutachten?Was sagten die privaten Sachverständigen?Warum gibt es Zweifel an Christian Pilnaceks Todesursache?Fragen zum Umgang mit BeweismittelnWarum entstehen bei solchen Fällen Spekulationen?Welche Ermittlungen folgten nach Pilnaceks Tod?Warum wurden die Ermittlungen 2026 eingestellt?Was untersucht der Pilnacek-Untersuchungsausschuss?Ist der Untersuchungsausschuss bereits beendet?Fazit zur Christian Pilnacek TodesursacheHäufig gestellte Fragen zur Christian Pilnacek Todesursache1. Was war die offizielle Todesursache von Christian Pilnacek?2. War der Tod von Christian Pilnacek ein Suizid?3. Wo wurde Christian Pilnacek gefunden?4. Warum gibt es Zweifel an der Christian Pilnacek Todesursache?5. Wurde ein Fremdverschulden festgestellt?

Diese Feststellung bedeutet jedoch nicht, dass jede Frage zur Causa Pilnacek beantwortet ist. Die parlamentarische Untersuchung beschäftigt sich vor allem damit, ob die Ermittlungen fachgerecht durchgeführt wurden und ob politische Stellen versucht haben könnten, auf bestimmte Vorgänge Einfluss zu nehmen. Der Untersuchungsausschuss prüft also nicht nur die medizinische Todesursache, sondern insbesondere das Verhalten staatlicher Behörden nach dem Tod.

PunktBestätigte Information
NameChristian Pilnacek
BerufÖsterreichischer Jurist und hoher Justizbeamter
Todesdatum20. Oktober 2023
FundortSeitenarm der Donau bei Rossatz in Niederösterreich
Medizinische TodesursacheErtrinken
Wahrscheinlichste TodesartSuizidales Ertrinken
Hinweise auf ein TötungsdeliktLaut offiziellen Gutachten keine
Zusätzliche ErmittlungenIm Juni 2026 eingestellt
Parlamentarische UntersuchungIm Juli 2026 noch nicht beendet

Wer war Christian Pilnacek?

Christian Pilnacek war über viele Jahre eine der einflussreichsten Personen innerhalb der österreichischen Justizverwaltung. Seine berufliche Laufbahn begann 1990 als Richteramtsanwärter im Bereich des Oberlandesgerichts Wien. Im Jahr 1992 wurde er Richter am Bezirksgericht Innere Stadt Wien. Später arbeitete er im Justizministerium und beschäftigte sich dort vor allem mit Strafrecht, Strafverfahren und der Organisation der Staatsanwaltschaften.

Im September 2010 wurde Pilnacek Leiter der Strafrechtssektion des Justizministeriums. Diese hohe Position gab ihm eine wichtige Rolle bei der Entwicklung strafrechtlicher Regeln und bei der Fachaufsicht über Staatsanwaltschaften. Im Februar 2018 wurde er zusätzlich zum Generalsekretär des damaligen Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz bestellt. Damit gehörte er zur höchsten Verwaltungsebene des Ministeriums. Seine Funktion als Generalsekretär endete im Mai 2019.

Warum war Christian Pilnacek so einflussreich?

Pilnacek galt als sehr erfahrener Kenner des österreichischen Strafrechts. Er war unter anderem an der Weiterentwicklung des Strafprozessrechts beteiligt und wurde in öffentlichen Reaktionen nach seinem Tod als bedeutender Jurist bezeichnet. Gleichzeitig gehörte es zu seinen Aufgaben, sich mit der Tätigkeit von Staatsanwaltschaften und bedeutenden Strafverfahren zu befassen.

Aufgrund dieser Aufgaben wurde Pilnacek nicht nur als Beamter, sondern zunehmend auch als politische Figur wahrgenommen. Seine Kritiker warfen ihm vor, den politisch Verantwortlichen zu nahe zu stehen oder sich zu stark in Ermittlungsverfahren einzumischen. Andere sahen in ihm einen erfahrenen Fachmann, der versuchte, komplizierte Ermittlungen zu ordnen und rechtlich einheitliche Abläufe zu schaffen.

Warum war seine Karriere umstritten?

Besonders bekannt wurden Pilnaceks Auseinandersetzungen mit der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Verschiedene Nachrichten, Aussagen und Ermittlungen führten dazu, dass seine Tätigkeit zunehmend öffentlich diskutiert wurde. Im Jahr 2021 wurde er wegen des Verdachts auf den Verrat von Amtsgeheimnissen suspendiert. In einem anderen Verfahren wegen einer möglichen Verletzung des Amtsgeheimnisses wurde er rechtskräftig freigesprochen.

Außerdem wurde Pilnacek von der Bundesdisziplinarbehörde zu einer Geldstrafe verurteilt. Dabei ging es um Nachrichten, in denen er rechtliche und taktische Hinweise im Zusammenhang mit einer Hausdurchsuchung im Finanzministerium gegeben hatte. Diese beruflichen Konflikte erklären, warum sein Tod sofort große politische und mediale Aufmerksamkeit auslöste. Sie beweisen jedoch nicht, wie Pilnacek starb, und dürfen nicht als Beleg für Spekulationen über seine Todesart verwendet werden.

Christian Pilnacek Todesursache: Was wurde offiziell festgestellt?

Die offizielle medizinische Christian Pilnacek Todesursache lautet Ertrinken. Der Gerichtsmediziner Christian Matzenauer, der die ursprüngliche Obduktion durchgeführt hatte, erklärte im Juni 2026 vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, dass sich keine Befunde gefunden hätten, die gegen einen Ertrinkungstod sprechen.

Neben der medizinischen Todesursache wurde auch die Todesart untersucht. Dabei geht es um die Frage, ob ein Tod natürlich, durch einen Unfall, durch Suizid oder durch die Handlung einer anderen Person eingetreten ist. Die späteren behördlichen Untersuchungen bewerteten ein suizidales Ertrinken als wahrscheinlichste Erklärung. Nach Angaben der Oberstaatsanwaltschaft Wien fanden sich dabei „keine Anhaltspunkte für einen Unfalltod oder ein Tötungsdelikt“.

Was bedeutet Ertrinken als Todesursache?

Die Todesursache beschreibt den körperlichen Vorgang, der zum Tod geführt hat. Beim Ertrinken gelangt nicht mehr genügend Sauerstoff in den Körper. Dadurch können lebenswichtige Organe, insbesondere das Gehirn und das Herz, nicht mehr richtig arbeiten.

Die Feststellung eines Ertrinkungstodes erfolgt nicht nur durch eine einzelne Beobachtung. Gerichtsmediziner betrachten verschiedene körperliche Befunde, Ergebnisse der Obduktion, chemische Untersuchungen und Informationen über den Fundort. Der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gerichtsmediziner erklärte, dass die untersuchten Befunde insgesamt für Ertrinken gesprochen hätten.

Was bedeutet suizidales Ertrinken?

Der Ausdruck „suizidales Ertrinken“ beschreibt die angenommene Todesart. Damit sagen die Behörden, dass die Person nach ihrer Einschätzung selbst in das Wasser gegangen ist und der Tod nicht durch einen Unfall oder eine andere Person verursacht wurde.

Diese Bewertung geht über den rein medizinischen Befund hinaus. Ein Gerichtsmediziner kann feststellen, welche körperliche Ursache zum Tod führte. Für die endgültige Beurteilung der Todesart müssen jedoch auch weitere Informationen berücksichtigt werden, etwa Zeugenaussagen, der bekannte Ablauf der letzten Stunden, persönliche Umstände und polizeiliche Ermittlungsergebnisse. Matzenauer erklärte vor dem Untersuchungsausschuss, dass die Polizei für diese umfassende Einordnung zuständig sei. Aus medizinischer Sicht hielt er einen Suizid für am wahrscheinlichsten.

Unterschied zwischen Todesursache und Todesart

Die beiden Begriffe werden im Alltag oft verwechselt. Sie beantworten jedoch unterschiedliche Fragen.

BegriffBedeutung im Fall Pilnacek
TodesursacheErtrinken
TodesartNach offizieller Bewertung wahrscheinlich Suizid
FremdverschuldenLaut behördlichen Gutachten nicht festgestellt
UnfallLaut späterem Gutachten keine entsprechenden Hinweise

Die Aussage „Ertrinken“ erklärt also den körperlichen Vorgang. Die Aussage „Suizid“ beschreibt dagegen, wie die Behörden das Zustandekommen dieses Vorgangs bewerten.

Wann und wo starb Christian Pilnacek?

Christian Pilnacek wurde am Morgen des 20. Oktober 2023 in einem Seitenarm der Donau bei Rossatz gefunden. Rossatz liegt in Niederösterreich an der Donau, gegenüber von Dürnstein. Ein Mitarbeiter der ViaDonau entdeckte den Leichnam. Dieser Finder wurde später auch als Auskunftsperson im parlamentarischen Untersuchungsausschuss befragt.

In der Nacht vor dem Fund wurde Pilnacek von einer Polizeistreife auf der Stockerauer Schnellstraße S5 angehalten. Die Polizei bestätigte, dass er alkoholisiert als Geisterfahrer unterwegs gewesen sei. Sein Führerschein wurde abgenommen, und eine andere Person holte ihn anschließend ab. Zu diesem Zeitpunkt war sein Tod noch nicht absehbar.

Zeitleiste der bekannten Ereignisse

ZeitpunktBekanntes Ereignis
Abend des 19. Oktober 2023Pilnacek war mit dem Auto unterwegs
Nacht auf den 20. OktoberPolizeikontrolle auf der S5
Nach der KontrolleFührerschein abgenommen und Abholung durch eine andere Person
Morgen des 20. Oktober 2023Leichnam in einem Donau-Seitenarm bei Rossatz gefunden
Sechs Tage späterDurchführung der Obduktion
Februar 2026Veröffentlichung eines weiteren gerichtsmedizinischen Ergebnisses
Juni 2026Einstellung der zusätzlichen Ermittlungen

Nicht jede Minute zwischen der Polizeikontrolle und dem Fund ist öffentlich vollständig geklärt. Genau diese zeitlichen Lücken trugen dazu bei, dass Medien, politische Parteien und einzelne Sachverständige weitere Fragen stellten. Eine zeitliche Lücke ist jedoch kein Beweis für ein Verbrechen. Sie zeigt lediglich, dass nicht jeder Ablauf durch Zeugen oder technische Daten genau belegt werden konnte.

Was ergaben Obduktion und Gutachten?

Die ursprüngliche Obduktion wurde sechs Tage nach Pilnaceks Tod durchgeführt. Der zuständige Gerichtsmediziner erklärte später, dass der Leichnam ausreichend gekühlt worden sei und die Wartezeit deshalb keine Nachteile für die Untersuchung verursacht habe. Als medizinische Todesursache wurde Ertrinken festgestellt.

Bei der Obduktion wurden auch Verletzungen festgestellt. Nach Aussage des Gerichtsmediziners waren diese jedoch nicht schwer genug, um Pilnacek benommen zu machen oder eine andere tödliche Ursache zu erklären. Es wurden nach seiner Darstellung keine Befunde gefunden, die auf eine tödliche grobe Gewalteinwirkung durch eine andere Person schließen ließen.

Welche Untersuchungen wurden durchgeführt?

Zu einer umfassenden gerichtsmedizinischen Prüfung gehören verschiedene Teile. Im Fall Pilnacek wurden neben der eigentlichen Obduktion auch chemische und toxikologische Untersuchungen berücksichtigt. Solche Analysen können beispielsweise zeigen, ob bestimmte Stoffe im Körper vorhanden waren und ob diese den Tod oder das Verhalten einer Person beeinflusst haben könnten.

Der ursprüngliche Sachverständige kam auf Grundlage seiner Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass keine Anhaltspunkte für eine Straftat vorlagen. Das spätere Gutachten der Leiterin des Instituts für Gerichtsmedizin der Universität Innsbruck bestätigte nach Angaben der Oberstaatsanwaltschaft das Ergebnis der ersten Obduktion. Die Behörde sprach von „keinen Hinweisen auf ein Fremdverschulden“ und bezeichnete den Ertrinkungstod als zweifelsfrei festgestellt.

Warum gab es ein weiteres Gutachten?

Nach der ersten Einstellung der Ermittlungen wurden öffentlich Zweifel an einzelnen Untersuchungsschritten geäußert. Der frühere Politiker und Medienherausgeber Peter Pilz ließ zwei private rechtsmedizinische Stellungnahmen erstellen. Diese beruhten zumindest teilweise auf Unterlagen aus dem ursprünglichen Obduktionsbericht und stellten verschiedene Punkte zur Diskussion.

Daraufhin wurde eine erneute Prüfung veranlasst. Die zusätzlichen Untersuchungen sollten klären, ob neue Erkenntnisse vorlagen, die eine Fortsetzung des Verfahrens rechtfertigen konnten. Das spätere offizielle Gutachten bestätigte jedoch den ursprünglichen Ertrinkungstod und fand keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Was sagten die privaten Sachverständigen?

Der Gerichtsmediziner Stefano Longato soll in vielen Punkten zu ähnlichen Ergebnissen wie der ursprüngliche Sachverständige gekommen sein. Er hielt nach Darstellung des behördlichen Gerichtsmediziners jedoch einen Unfall für wahrscheinlicher als einen Suizid. Vor dem Untersuchungsausschuss wurde kritisiert, dass diese Bewertung nicht ausreichend begründet worden sei.

Der Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos stellte Ertrinken als Todesursache infrage. Er erklärte vor dem Ausschuss zugleich, dass er keine andere konkurrierende Todesursache gefunden habe. Außerdem betonte er, selbst nie von einem Tötungsdelikt gesprochen zu haben. Seine Stellungnahme beruhte auf dem vorhandenen Gutachten; Fotos des Leichnams und des Fundortes hätten ihm nach seinen Angaben nicht vorgelegen.

Diese unterschiedlichen Ansichten zeigen, dass Fachleute einzelne medizinische Befunde verschieden bewerten können. Sie liefern jedoch keinen bestätigten Beweis für Mord oder eine andere konkrete Todesursache. Das offizielle Ergebnis blieb auch nach den ergänzenden Ermittlungen bestehen.

Warum gibt es Zweifel an Christian Pilnaceks Todesursache?

Die Zweifel beziehen sich häufig weniger auf das Wort „Ertrinken“ als auf die Frage, ob die ersten Ermittlungen vollständig und sorgfältig genug durchgeführt wurden. Kritisiert wurden unter anderem die Dokumentation am Fundort, die Sicherung bestimmter Gegenstände, die Ermittlung des Todeszeitpunktes und der Umgang mit elektronischen Datenträgern.

Ein häufig diskutierter Punkt war, dass weder die Körperkerntemperatur des Leichnams noch die Temperatur des Wassers gemessen worden sein soll. Der ursprüngliche Gerichtsmediziner erklärte vor dem Untersuchungsausschuss, dass solche Messungen bei Wasserleichen nur begrenzte Aussagen über den Todeszeitpunkt ermöglichten und nicht üblich seien. Kritiker betrachten das Fehlen dieser Messungen dennoch als eine verpasste Möglichkeit, zusätzliche Informationen zu erhalten.

Fragen zum Umgang mit Beweismitteln

In der öffentlichen Diskussion wurde auch behauptet, Gegenstände oder Datenträger seien nach dem Tod nicht ordnungsgemäß behandelt worden. Der Antrag auf den Untersuchungsausschuss nennt unter anderem Vorwürfe über eine mögliche unbefugte Entfernung oder Zurückhaltung von Beweismitteln und über eine mögliche Veränderung von Ermittlungsergebnissen. Dabei handelt es sich zunächst um Vorwürfe und Untersuchungsfragen, nicht um bereits gerichtlich bestätigte Tatsachen.

Diese Punkte sind wichtig für das Vertrauen in staatliche Ermittlungen. Sie ändern jedoch nicht automatisch das medizinische Obduktionsergebnis. Selbst Fehler bei der Sicherung von Beweismitteln wären nicht automatisch ein Beweis dafür, dass die festgestellte Todesursache falsch ist.

Warum entstehen bei solchen Fällen Spekulationen?

Pilnacek kannte viele interne Abläufe der österreichischen Justiz und hatte beruflich mit politisch sensiblen Verfahren zu tun. Sein unerwarteter Tod führte daher schnell zu Vermutungen. Zusätzlich wirkten widersprüchliche öffentliche Aussagen, fehlende Informationen und spätere Berichte über mögliche Ermittlungsfehler wie ein Verstärker für Spekulationen.

Ohne diese Trennung können Vermutungen leicht wie bewiesene Tatsachen erscheinen. Gerade bei einem Todesfall ist es wichtig, zurückhaltend zu formulieren und die Ergebnisse unabhängiger Untersuchungen abzuwarten.

Welche Ermittlungen folgten nach Pilnaceks Tod?

Die ersten Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Krems durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft schloss Fremdverschulden auf Grundlage der damaligen Ermittlungen und des Obduktionsgutachtens aus.

Nachdem private Gutachten und öffentliche Kritik neue Fragen aufgeworfen hatten, ordnete die Oberstaatsanwaltschaft Wien eine Prüfung an. Das Verfahren wurde schließlich an die Staatsanwaltschaft Eisenstadt übertragen. Damit sollte auch der Eindruck vermieden werden, dass niederösterreichische Behörden mögliche Vorwürfe gegen Teile des eigenen Polizeiapparates untersuchen müssten.

Warum wurden die Ermittlungen 2026 eingestellt?

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt führte zusätzliche Erhebungen durch. Das neue gerichtsmedizinische Gutachten bestätigte jedoch den ursprünglichen Ertrinkungstod und lieferte keine Hinweise auf Fremdverschulden. Da sich die Beweislage nicht maßgeblich verändert hatte, wurde das Verfahren im Juni 2026 eingestellt. Diese Entscheidung war zuvor von der Oberstaatsanwaltschaft Wien und dem Justizministerium geprüft worden.

Eine Einstellung bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft auf Grundlage der verfügbaren Beweise keinen ausreichenden Anlass für weitere strafrechtliche Ermittlungen sieht. Sie bedeutet nicht, dass jede politische oder organisatorische Frage beantwortet ist. Sollte später eine wesentliche neue Beweislage entstehen, müsste rechtlich geprüft werden, ob weitere Schritte möglich sind.

Was untersucht der Pilnacek-Untersuchungsausschuss?

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss trägt offiziell den Auftrag, eine mögliche politische Einflussnahme auf Ermittlungen in der Causa Pilnacek zu klären. Er soll insbesondere untersuchen, ob bei den Ermittlungen unsachgemäß gearbeitet wurde und ob staatliche oder politische Stellen Einfluss auf Polizei, Justiz oder Medien genommen haben könnten.

Dem Ausschuss standen nach Angaben des Parlaments rund 19.000 Seiten Aktenmaterial zur Verfügung. Erste Befragungsprotokolle wurden im Mai 2026 öffentlich zugänglich gemacht.

Ist der Untersuchungsausschuss bereits beendet?

Zum Stand Ende Juli 2026 ist die parlamentarische Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Das Parlament hat weitere Befragungen für September und Oktober 2026 vorgesehen. Die Beweisaufnahme soll nach dem aktuellen Zeitplan am 3. November 2026 enden.

Der Untersuchungsausschuss kann politische Verantwortung untersuchen und Abläufe öffentlich machen. Er ist jedoch kein Strafgericht. Er entscheidet nicht selbst darüber, ob eine Person eine Straftat begangen hat. Seine Erkenntnisse können dennoch zu politischen Konsequenzen, weiteren Prüfungen oder neuen öffentlichen Diskussionen führen.

Mehr lesen: Susanne Steiger Todesursache: Fakten statt Gerüchte

Fazit zur Christian Pilnacek Todesursache

Die offiziell festgestellte Christian Pilnacek Todesursache ist Ertrinken. Das spätere Gutachten bewertete suizidales Ertrinken als wahrscheinlichste Todesart. Auch die zusätzlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Eisenstadt ergaben keine Hinweise auf Fremdverschulden oder eine andere medizinische Todesursache. Das Verfahren wurde deshalb im Juni 2026 eingestellt.

Offen bleibt die politische und organisatorische Aufarbeitung der ersten Ermittlungen. Der parlamentarische Untersuchungsausschuss prüft, ob Beweismittel richtig behandelt wurden, ob Ermittlungsberichte vollständig waren und ob eine politische Einflussnahme stattgefunden haben könnte. Diese Untersuchung ist zum Stand Ende Juli 2026 noch nicht beendet.

Die verfügbaren Informationen rechtfertigen keine Behauptung, Christian Pilnacek sei ermordet worden. Private Gutachter stellten zwar einzelne Punkte infrage, fanden aber keine bestätigte andere Todesursache. Eine sachliche Zusammenfassung muss deshalb beim offiziellen Ergebnis bleiben und gleichzeitig erklären, warum die Arbeit der Behörden weiterhin untersucht wird.

Häufig gestellte Fragen zur Christian Pilnacek Todesursache

1. Was war die offizielle Todesursache von Christian Pilnacek?

Die offiziell festgestellte Todesursache von Christian Pilnacek war Ertrinken. Dieses Ergebnis wurde durch die Obduktion und ein späteres gerichtsmedizinisches Gutachten bestätigt.

2. War der Tod von Christian Pilnacek ein Suizid?

Nach der offiziellen Bewertung gilt ein suizidales Ertrinken als wahrscheinlichste Todesart. Die Behörden fanden nach eigenen Angaben keine ausreichenden Hinweise auf einen Unfall oder ein Tötungsdelikt.

3. Wo wurde Christian Pilnacek gefunden?

Christian Pilnacek wurde am 20. Oktober 2023 in einem Seitenarm der Donau bei Rossatz in Niederösterreich tot aufgefunden. Ein Mitarbeiter der Wasserstraßenverwaltung entdeckte seinen Körper.

4. Warum gibt es Zweifel an der Christian Pilnacek Todesursache?

Die Zweifel betreffen hauptsächlich die ersten Ermittlungen, die Dokumentation des Fundortes und den Umgang mit möglichen Beweismitteln. Private Sachverständige stellten einzelne Punkte infrage, konnten jedoch keine bestätigte andere Todesursache nennen.

5. Wurde ein Fremdverschulden festgestellt?

Nach den offiziellen Gutachten wurden keine medizinischen Hinweise auf Fremdverschulden gefunden. Fragen über mögliche Fehler oder politische Einflussnahme bei den Ermittlungen werden davon getrennt untersucht.

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