Eva Glawischnig gehört zu den bekanntesten ehemaligen Politikerinnen der österreichischen Grünen. Fast zwei Jahrzehnte war die Juristin im Nationalrat vertreten. Von 2008 bis 2017 führte sie die Grünen auf Bundesebene.
Nach ihrem überraschenden Rückzug aus der Politik sorgte Glawischnig erneut für Aufmerksamkeit, als sie 2018 zum Glücksspielkonzern Novomatic wechselte. Auch ihr Rechtsstreit mit Facebook wurde international bekannt und erreichte den Europäischen Gerichtshof.
Wer ist Eva Glawischnig?
Eva Glawischnig-Piesczek wurde am 28. Februar 1969 in Villach in Kärnten geboren. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität Graz und absolvierte später ein Doktoratsstudium in Graz und Wien.
Bevor sie hauptberuflich in die Politik wechselte, arbeitete sie von 1992 bis 1996 als Juristin für die Umweltorganisation GLOBAL 2000. Danach war sie Umweltsprecherin der Wiener Grünen.
| Information | Details |
|---|---|
| Name | Eva Glawischnig-Piesczek |
| Geboren | 28. Februar 1969 |
| Geburtsort | Villach, Österreich |
| Beruf | Juristin, ehemalige Politikerin |
| Partei | Die Grünen, früheres Mitglied |
| Nationalrat | 1999–2017 |
| Grünen-Bundessprecherin | 2008–2017 |
| Ehemann | Volker Piesczek |
| Kinder | Zwei Söhne |
Die wichtigsten Stationen ihrer politischen Laufbahn sind auch in der offiziellen Biografie des Österreichischen Parlaments dokumentiert.
Was hat Eva Glawischnig studiert?
Glawischnig studierte von 1988 bis 1993 Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz. Anschließend absolvierte sie ein Doktoratsstudium und erhielt 1998 den Doktorgrad der Rechtswissenschaften.
Wie begann Eva Glawischnigs politische Karriere?
Ihre politische Laufbahn begann stark mit Umweltfragen verbunden. Zwischen 1996 und 1999 war Eva Glawischnig Umweltsprecherin der Wiener Grünen.
Am 29. Oktober 1999 zog sie erstmals für die Grünen in den österreichischen Nationalrat ein. Dort beschäftigte sie sich unter anderem mit Umwelt- und Verfassungspolitik.
2002 wurde sie stellvertretende Bundessprecherin der Grünen. Von Oktober 2006 bis Oktober 2008 war sie außerdem Dritte Präsidentin des Nationalrates.
Welche politischen Ämter hatte Eva Glawischnig?
Zu ihren wichtigsten Funktionen gehörten die Tätigkeit als Nationalratsabgeordnete, Dritte Nationalratspräsidentin, Klubobfrau und Bundessprecherin der Grünen.
Damit gehörte sie viele Jahre zu den wichtigsten Personen ihrer Partei und zu den bekannteren Politikerinnen Österreichs.
Eva Glawischnig als Chefin der Grünen
2008 übernahm Eva Glawischnig die Führung der österreichischen Grünen. Ihr Vorgänger an der Parteispitze war Alexander Van der Bellen, der später österreichischer Bundespräsident wurde.
Glawischnig war von 2008 bis 2017 Bundessprecherin. Gleichzeitig führte sie den Grünen Klub im Parlament.
Politisch standen unter anderem Umwelt- und Klimaschutz, Menschenrechte, Gleichstellung und transparente Politik im Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Wie lange war Eva Glawischnig Grünen-Chefin?
Sie führte die Bundespartei knapp neun Jahre lang. Damit prägte sie die Grünen während eines bedeutenden Teils der 2000er- und 2010er-Jahre.
Gegen Ende ihrer Amtszeit kam es innerhalb der Partei allerdings zu mehreren Konflikten. Dazu gehörten Auseinandersetzungen mit der damaligen Jugendorganisation und Diskussionen über den politischen Kurs.
Warum trat Eva Glawischnig 2017 zurück?
Am 18. Mai 2017 kündigte Eva Glawischnig ihren Rückzug aus der Spitzenpolitik an. Sie legte ihre Funktionen als Bundessprecherin und Klubobfrau nieder und beendete kurz darauf auch ihre Tätigkeit im Nationalrat.
Glawischnig nannte vor allem persönliche und gesundheitliche Gründe. Öffentlich sprach sie außerdem über die starke Belastung, die eine führende politische Funktion für Beruf und Familie mit sich bringe.
Ihr Rücktritt erfolgte wenige Monate vor der Nationalratswahl 2017. Nach ihrem Abgang übernahm Ingrid Felipe vorübergehend die Funktion der Bundessprecherin.
Warum wechselte Eva Glawischnig zu Novomatic?
Im März 2018 wurde bekannt, dass Eva Glawischnig beim Glücksspielkonzern Novomatic eine Führungsfunktion übernimmt. Sie war dort für die Bereiche Corporate Responsibility und Sustainability zuständig.
Der Wechsel sorgte für deutliche Kritik. Die Grünen hatten sich zuvor immer wieder kritisch mit der Glücksspielbranche und Novomatic beschäftigt.
Glawischnig kündigte im Zusammenhang mit ihrem neuen Job auch ihren Austritt aus der Grünen Partei an. 2021 erklärte sie schließlich, nicht mehr zu Novomatic zurückzukehren und sich selbstständig zu machen.
Der Wechsel blieb einer der meistdiskutierten Schritte ihrer beruflichen Laufbahn nach der Politik.
Eva Glawischnig gegen Facebook
Auch außerhalb der Parteipolitik wurde Eva Glawischnig durch einen wichtigen Rechtsstreit bekannt. Ausgangspunkt war ein öffentlich zugänglicher Facebook-Beitrag mit beleidigenden Aussagen über sie.
Der Fall gelangte schließlich zum Europäischen Gerichtshof. Dieser entschied am 3. Oktober 2019, dass Gerichte Plattformen unter bestimmten Voraussetzungen verpflichten können, nicht nur einen rechtswidrigen Inhalt, sondern auch wort- oder sinngleiche Inhalte zu entfernen.
Die Entscheidung im Verfahren Glawischnig-Piesczek gegen Facebook Ireland wurde deshalb weit über Österreich hinaus beachtet.
Was macht Eva Glawischnig heute?
Nach ihrem Abschied von Novomatic kündigte Eva Glawischnig 2021 an, sich selbstständig zu machen. Seitdem tritt sie weiterhin gelegentlich in österreichischen Medien und politischen Gesprächsformaten auf.
Eine Rückkehr in ein führendes Parteiamt ist öffentlich nicht bestätigt. Sie ist heute vor allem als ehemalige Grünen-Chefin, Juristin und frühere Spitzenpolitikerin bekannt.
Privat ist Eva Glawischnig mit dem österreichischen Moderator Volker Piesczek verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne. Weitere private Details werden hier bewusst nicht dargestellt, sofern sie nicht für ihre öffentliche Laufbahn relevant sind.
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Häufige Fragen zu Eva Glawischnig
Wie alt ist Eva Glawischnig?
Eva Glawischnig wurde am 28. Februar 1969 geboren. Im Jahr 2026 ist sie 57 Jahre alt.
Welche Partei hatte Eva Glawischnig?
Sie war viele Jahre Mitglied der österreichischen Grünen und führte die Bundespartei von 2008 bis 2017. Im Zusammenhang mit ihrem Wechsel zu Novomatic legte sie 2018 ihre Parteimitgliedschaft zurück.
Warum trat Eva Glawischnig zurück?
Sie nannte 2017 vor allem persönliche und gesundheitliche Gründe sowie die hohe Belastung der politischen Spitzenfunktion.
Ist Eva Glawischnig verheiratet?
Ja. Eva Glawischnig ist mit dem österreichischen Moderator Volker Piesczek verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne.
Arbeitet Eva Glawischnig noch bei Novomatic?
Nein. Sie erklärte 2021, dass sie nicht mehr zu Novomatic zurückkehren werde und sich stattdessen selbstständig machen wolle.